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30 Jahre UA: Wie 11 die Hits neu einordnete

UAs Debütalbum 11 erschien am 23. Oktober 1996. Es stellte frühe Hits in neue Zusammenhänge aus R&B, Soul, Dub und elektronischer Musik.

30 Jahre UA: Wie 11 die Hits neu einordnete
© Victor Entertainment / Speedstar Records

Am 23. Oktober 1996 veröffentlichte ウーア (UA) mit 11 ihr erstes vollständiges Studioalbum. Ein Jahr zuvor hatte sie debütiert, mit der Juni-Single „情熱“ (Jōnetsu) war sie landesweit bekannt geworden. Auf 11 nimmt dieser Hit allerdings einen überraschenden Platz ein.

Das Album beginnt mit „リズム“ (Rhythm) in einer eigens gekennzeichneten Albumversion. „Jōnetsu“ folgt erst an achter Stelle als „king wadada dub“. Die beiden erfolgreichen Singles werden dadurch Teil einer anderen musikalischen Abfolge.

Die Musiker hinter den Stücken

Hirofumi Asamoto komponierte und produzierte „Jōnetsu“. Seine frühere Arbeit mit der japanischen Dub-Gruppe MUTE BEAT liefert einen wichtigen Hintergrund für die neue Fassung. Dub prägt jedoch keineswegs alle elf Titel. Shinichi Osawa von MONDO GROSSO produzierte „Rhythm“, Takuji Aoyagi von LITTLE CREATURES schrieb und produzierte „大きな木に甘えて“ (Ōkina Ki ni Amaete).

Nobukazu Takemura verantwortete „バラ色“ (Barairo), dessen unregelmäßige Breakbeats der japanische Apple-Music-Kommentar hervorhebt. Dieselbe Besprechung beschreibt bei „水色“ (Mizuiro) einen sanfteren Groove und zurückhaltenderen Gesang. Gerade solche Unterschiede zeigen die Spannweite der musikalischen Ideen auf dem Album.

„雲がちぎれる時“ (Kumo ga Chigireru Toki) setzt auf eine vergleichsweise schlichte akustische Begleitung, die UAs Stimme mehr Raum lässt. Auch dieses Stück produzierte Asamoto. Es erschien zunächst auf 11 und wurde erst am 21. November 1996 als Single veröffentlicht. Seine Veröffentlichungsgeschichte verläuft damit andersherum als die von „Jōnetsu“.

Die Stimme als Verbindung

Asamoto, Osawa, Aoyagi und Takemura brachten unterschiedliche Erfahrungen in die Produktion ein. UA schrieb die Texte sämtlicher Stücke; ihre tiefe, ausdrucksstarke Stimme verbindet die Arrangements. Die Credits belegen die Vielfalt der Beteiligten. Den musikalischen Zusammenhalt betonen auch die redaktionellen Albumkommentare.

Laut UAs offizieller Biografie verkaufte sich 11 über 900.000 Mal. Diese Zahl beschreibt den Erfolg des Albums im Jahr 1996. Für sein musikalisches Konzept ist die Reihenfolge der Stücke aufschlussreicher.

Die Deluxe Edition von 2016 dokumentiert außerdem ein verstecktes „Jōnetsu (radio mix)“, das nach sechzig Sekunden Stille auf „ランデブー“ (Rendezvous) folgt. Diese Angabe betrifft ausdrücklich die Neuauflage; die reguläre Titelliste der Original-CD von 1996 umfasst elf Stücke.

Dreißig Jahre später bietet „Jōnetsu“ noch immer einen guten Zugang. Wer von der Albumversion von „Rhythm“ bis zur Dub-Fassung des Hits und zu den ruhigeren Stücken weiterhört, entdeckt, wie viele musikalische Wege UA schon im Oktober 1996 zusammenführte.

Genres

R&BSoul

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